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Ein Handbuch für die Soziale Arbeit mit Flüchtlingen
Von: Fritz, Florian /Groner, Frank (Hrsg.)
2004
XII, 304 S., 14 schw.-w. Abb. - 23 x 15,5 cm
Dimensionen sozialer Arbeit und der Pflege Bd. 6
ISBN 978-3-8282-0280-1
Soziale Arbeit mit Flüchtlingen – gibt es das überhaupt noch? Geht das überhaupt? Ständig gibt es neue Gesetze und Regelungen, die das Leben von Flüchtlingen einschränken und behindern. Flüchtlinge sollen, kaum dass sie Deutschland betreten haben, schon wieder zurück "in die Heimat", ob nach Bosnien, in das Kosovo, nach Afghanistan oder in den Irak. Haben Flüchtlinge in Deutschland noch eine Chance? Hat Soziale Arbeit mit dieser Personengruppe noch eine Chance? Der vorliegende Band gibt eine Antwort darauf, und sie lautet: Ja! Soziale Arbeit mit Flüchtlingen ist wichtiger denn je, und sie wird umso notwendiger, je mehr sich Flüchtlinge im "Wartesaal Deutschland" nicht zurechtfinden können, aus Mangel an Perspektive, materiellen Ressourcen und psychosozialer Stabilität. Dieses Buch zeigt an Hand einer Reihe von Beiträgen, dass Flüchtlingssozialarbeit letztlich Querschnittsarbeit durch alle KlientInnengruppen Sozialer Arbeit darstellt, verschärft durch juristische Begrenzungen. Es belegt, wie vielfältig diese Form Sozialer Arbeit sein kann, ob sie nun mit Traumatisierten, Jugendlichen oder Familien, mit Anerkannten, Geduldeten oder Illegalen stattfindet. Es verdeutlicht, dass Flüchtlinge mitten unter uns leben, mit ihren Defiziten und Problemen aber auch reichen Erfahrungen und soziokulturellen Ressourcen. Es zeigt auf, dass Flüchtlingsarbeit politisch, stadtteilorientiert und ganzheitlich sein muss, dass sie sowohl in ganz kleinen Schritten der Alltagsbewältigung von KlientInnen wie auch im großen Ganzen gesellschaftspolitischer Visionen ihren Einsatz hat. Es macht deutlich, dass Soziale Arbeit mit Flüchtlingen notwendig ist, um der Würde des Menschen willen sozusagen grundgesetzlicher Auftrag, und dass sie, entgegen anderslautender Gerüchte, auch viel Spaß machen kann.
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