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Art.Nr.: 978-3-8282-0260-3
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Die zentraljapanische Ortschaft Oyamazaki im Spätmittelalter. Eine Studie in transkultureller Geschichtswissenschaft
Von: Gerber, Adrian
2005
X, 656 S. , geb.  24,5 x 18 cm
Quellen und Forschungen zur  Agrargeschichte Bd. 49
ISBN 978-3-8282-0260-3

Die im Jahre 2001 bei Peter Blickle in Bern eingereichte Dissertation stellt den Versuch dar, einen eigenständigen «transkulturellen» Ansatz zur Analyse der japanischen mittelalterlichen Geschichte zu entwickeln sowie exemplarisch umzusetzen. In einem ersten Hauptteil des 600-seitigen Werkes erfolgt dazu eine umfassende Auseinandersetzung mit den wichtigsten Debatten und Strömungen der japanischen Mittelalterforschung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Entwickelt wird zuerst eine Art Lexikon der japanischen geschichtlichen Grundbegriffe, indem die Entsprechungen der grundlegenden verfassungsgeschichtlichen Konzepte Recht, Herrschaft, Staat und Feudalismus nachgezeichnet werden. Anschliessend setzt sich die Analyse vertieft mit vier Forschungssträngen zu den Strukturmerkmalen und Dynamiken der Lokalgesellschaft des japanischen Mittelalters auseinander – der Forschung zur dörflichen und zur städtischen Gemeinde sowie zur Frage der ständischen Stellung der lokalen Elite und ihrer Potentatenherrschaft. Auf der Grundlage der auf diese Weise gewonnener Konzepte schliesst im zweiten Hauptteil der Arbeit eine Studie der Quellen zu Oyamazaki an. Diese in der Nähe der Hauptstadt Kyoto gelegene Ortschaft ist aufgrund der weitausgreifenden Aktivitäten einer Ölhandelsgilde sowie der Bruderschaft der sogenannten Gottesleute (jinin) des Grosschreins Iwashimizu gut erforscht. Am konkreten Beispiel werden Fragen der Herrschaftsstrukturen und Gemeindeformen im japanischen Mittelalter entwickelt, welche sich aus einer vergleichenden Sicht an die deutsche Mittelalterforschung zurückgeben lassen.