Handlungsentwürfe und Reflexionen aus der psychosozialen Praxis Von: Miller, Tilly /Pankofer, Sabine (Hrsg.)
2000 XII, 260 S. - 23 x 15,5 cm Dimensionen sozialer Arbeit und der Pflege Bd. 4 ISBN 978-3-8282-0131-6
Empowerment! Modelle Haltung, Arbeitsansatz oder nur Worthülse? Und ist das, was sich unter dem Begriff verbirgt, etwas, was in der Sozialen Arbeit nicht immer auch schon praktiziert worden ist? Oder verweist der Begriff auf mehr? Der vorliegende Band ist nicht der Versuch, diesen Fragen in allen Details nachzuspüren, jedoch soll exemplarisch dargelegt werden, wie die psychosoziale Praxis mit diesem Begriff, den dahinter stehenden Modellen, Arbeitsansätzen und Haltungen verfährt. Das Anliegen ist unseres Erachtens berechtigt, denn die Fachdiskussion um Empowerment kreist im deutsch-sprachigen Raum weitgehend noch um die Darlegung eines grundlegenden Zugangs. Wie dieser umzusetzen ist, tatsächlich umgesetzt wird und welche praktischen Erfahrungen damit einhergehen im Sinne von Chancen, Risiken und (un)erwünschten Nebenwirkungen, bedarf deshalb einer eingehenderen Beschäftigung. Deshalb stellen in diesem Band Praktikerinnen und Praktiker, die sich diesem (Begriffs-)Paradigma anschließen und damit arbeiten, die verschiedenen Zugänge dar. Hervorstechend bei allen Praxisbeiträgen ist die lustvolle Konsequenz, mit der 'empowert' wird und gerade hier zeigt sich, dass das Praktizierte mehr ist als ein begriffliches Etikett. Es ist mehr, weil sich nicht nur Haltungen zu erkennen geben, sondern Sicht- und Handlungsweisen, die jeweils auf einer konzeptionellen Linie liegen. Empowerment wird gezielt angestrebt, und damit verliert es an Unverbindlichkeit. Konkretes Empowerment zeigt, dass Menschsein in eine ganzheitliche Wahrnehmung rückt, indem mit Fähigkeiten und Stärken gearbeitet wird.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung Tilly Miller / Sabine Pankofer
Es sind die Stärken und nicht die Defizite. Empowerment am Beispiel einer literarischen Figur, Teil 1 Tilly Miller
Empowerment - eine Einführung Sabine Pankofer
Kompetenzen - Fähigkeiten - Ressourcen: Eine Begriffsbestimmung Tilly Miller
Chancen, Risiken und Nebenwirkungen von Empowerment - Die Frage nach der Macht Ralf Quindel / Sabine Pankofer
Sehen was da ist. Empowerment und die Profession Sozialarbeit Tonia Schachl
Der Widersprüchlichkeit Aufmerksamkeit schenken - Empowerment als Denk- und Handlungsansatz in der Gesundheitsförderung Elke Pflaumer
Empowerment und Stadtteilarbeit Maria Lüttringhaus
Alle Macht dem Wahnsinn? Empowerment,in der Sozialpsychiatrie Ralf Quindel
Von den Stärken zum Empowerment — Theaterarbeit mit ehemals hospitalisierten geistig schwer behinderten Menschen Milly Aßmann / Claudia Hoffmann / Georg Theunissen
Von der Anpassungskünstlerin zur Lebenskünstlerin Empowerment von essgestörten Frauen Claudia Bauernfeind
Frauen ohne Wohnung - (k)ein Ort für Empowerment? Ruth Back
Individuelle Netzwerke als Instrument der Jugendhilfe am Beispiel Ambulante Intensive Betreuung Heide Trautwein / Rainer Schwarz
Empowerment und Zwang - eine unmögliche Beziehung? Sabine Pankofer
Konfliktmanagement in Schulklassen als Empowermentprozess Oder: „Irgendwie ist alles anders ... irgendwie ist es gleich” Bernhard Weyer
Supervision und Empowerment: Durchblick macht stark! Carmen Tatschmurat
Kann man Empowerment lernen? Und wie! Sabine Pankofer
Empowerment im Studium. Fähigkeitsorientierte Familienrekonstruktionen zur Erweiterung der beruflichen Handlungskompetenz von Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen Brigitte Irmler / Tilly Miller
Von der Durchhalte-Power zum Empowerment Empowerment am Beispiel einer literatischen Figur, Teil 2 Tilly Miller
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