Einführung in eine phänomenologische Anthropologie für Pflege Von: Uzarewicz, Charlotte /Uzarewicz, Michael
2005 X, 192 S. - 23 x 15,5 cm Dimensionen sozialer Arbeit und der Pflege Bd. 7 ISBN 978-3-8282-0307-5
Auf welcher anthropologischen Basis gründen Pflegepraxis ihr Handeln und Pflegewissenschaft ihre Theorien und Forschungen? Ausgehend von dieser Fragestellung wird im vorliegenden Buch zunächst ein kurzer Überblick über die traditionellen anthropologischen Theorien gegeben und deren begrenzte Reichweite offen gelegt: Sie reichen an die durchschnittliche unwillkürliche Lebenserfahrung nicht heran, weil sie die Leiblichkeit rationalistisch verkennen. Leibliche Regungen, leibliche Kommunikation, affektives Betroffensein, Gefühle und Atmosphären verdeutlichen jedoch, dass das Proprium der Pflege nur der Leib sein kann. Die Schmitzsche Leibphänomenologie, die hier vorgestellt wird, bietet eine Möglichkeit, den cartesianischen Dualismus zu überwinden und für Pflegewissenschaft und -praxis neue Zugänge zum Menschen zu eröffnen. Sie weist damit auf vorhandene Lücken in Forschung und Praxis hin und zeigt neue Wege auf, dieser Verkennung abzuhelfen. Damit bietet sie der Pflegeprofession Chancen, sich gegenüber Medizin und Psychologie zu profilieren. Insofern stellt dieses Buch eine Grundlegung für eine phänomenologische Anthropologie (in) der Pflege dar, die sich nicht mit einer bloßen normativen Fragestellung zufrieden gibt.
|