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Nach Jacques Derrida und Niklas Luhmann: Zur (Un-)Möglichkeit einer Gesellschaftstheorie der Gerechtigkeit 35,00 EUR
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Art.Nr.: 978-3-8282-0443-0
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Nach Jacques Derrida und Niklas Luhmann: Zur (Un-)Möglichkeit einer Gesellschaftstheorie der Gerechtigkeit

Themenheft Zeitschrift für Rechtssoziologie Heft 1/2008
Herausgegeben von Gunther Teubner
2008. 200 S., kt. € 35,-. ISBN 978-3-8282-0443-0

Gegenüber der aktuellen sozial- und rechtsphilosophischen Debatte zur Gerechtigkeit, die zwischen den Polen der Universalität und der Alterität oszilliert, arbeiten die Autoren des Bandes eine dritte, eine sozialtheoretische, Argumentationslinie heraus. Ausgangspunkt sind die Paradoxien des Rechts, wie sie von Jacques Derrida und Niklas Luhmann formuliert worden sind. In Luhmanns „Kontingenzformel des Rechts“ erscheint Gerechtigkeit nicht primär als philosophische Frage, sondern als konkrete Praxis der jeweiligen Selbstbeschreibungen des Rechtssystems, welche die bloße Konsistenz des Recht übersteigt und sich an den Anforderungen der Umwelten des Rechts orientiert. Die Autoren des Bandes konfrontieren die Luhmannsche Kontingenzformel mit dem Gerechtigkeitskonzept von Derrida, die auf eine Transzendenz des Rechts in ganz anderer Richtung zielt. Diese ist für die Rechtsoperationen prinzipiell nicht erreichbar, ihren Anforderungen aber sind sie ständig und ohne Ausweichmöglichkeit ausgesetzt.
Was ergibt sich aus dieser Konfrontation für die Neuformulierung von Grundbegriffen des Rechts: Gerechtigkeit, Rechtssubjektivität, subjektives Recht, Rechtsgenese, Rechtsargumentation?

Inhaltsübersicht:

 
Editorial
Gunther Teubner : Die Erblast 
 
Positivität der Gerechtigkeit
Gunther Teubner : Selbstsubversive Gerechtigkeit: Kontingenzformel oder Transzendenzformel des Rechts
Jean Clam: Wie dicht sind Opfer? Zur Entscheidung der Frage nach dem Ort der Transzendenz in heutiger Gesellschaft
Anton Schütz : Von einem neuerdings erhobenen gerechten Ton in der autopoietischen Jurisprudenz
 
Rechtssubjektivität und subjektives Recht
Christoph Menke : Der Abgrund des Subjekts: Soziale Bedingungen der Aporien der Gerechtigkeit
Karl-Heinz Ladeur : Das subjektive Recht als Medium der Selbsttransformation der Gesellschaft und Gerechtigkeit als deren Parasit
 
Recht, Politik, Rhetorik
Marc Amstutz : Rechtsgenesis: Ursprungsparadox und supplément
Fatima Kastner : Das Welttheater des Pardons: Zum Verhältnis von Recht, Vergebung und Gedächtnis
Fabian Steinhauer : Derrida, Luhmann, Steinhauer: Über Dekonstruktion, System und Rhetorik
 
Das Irrsal des Rechts
Rainer Maria Kiesow : Gesetze